Perspektivenwechsel mit System – Interview mit Katharina Boersch

Perspektivenwechsel mit System – Interview mit Katharina Boersch

Ich hatte das Vergnügen, das neue Buch von Katharina Boersch „Perspektivenwechsel mit System“ bereits vor Erscheinen lesen zu dürfen. Katharina schenkt Coaches (und Beratern) eine fantastische Anleitung für ihren Geschäftsaufbau: Einen Perspektivenwechsel mit System. Dabei sind wichtige Insights wie Du tolle Kunden findest und gutes Geld verdienst. Das Buch ist eine wirklich umfassende Anleitung, um die eigene Strategie und Positionierung zu finden, die eigenen Preise und Produkte zu definieren bis hin zur Anleitung, Blockaden und Saboteuren aufzustöbern, die viele vom Weg abbringen. Katharina zeigt außerdem ganz konkret verschiedene Kundengewinnungsstrategien auf. Das Buch ist – meiner Meinung nach – nicht nur etwas für Coaches, sondern für fast alle Solopreneure, die sich erstmalig oder neu positionieren wollen.
Ich hätte mir gewünscht, jemand hätte am Ende meiner Ausbildung mir dieses Buch zugesteckt. Mir wären eine Menge Arbeit, Ärger und Frust erspart geblieben.

Eine wirkliche Kaufempfehlung. Das ist super gut investiertes Geld! [Klick hier, um zum Buch zu gelangen]

Genug geschätzt, hier geht’s zum Video. Viel Spaß!

 

Autoreninfos:

Jan Schleifer entschlüsselt die Codes der Kommunikation, der Denk- und Verhaltensmuster von Männern – besonders für Frauen, die in Führung gehen wollen. Aus seiner fast 20-jährigen Praxis als Berater für Kommunikation sowie als Business und Management Coach weiß er, dass Frauen, die erfolgreich sein wollen, sich einen entscheiden Vorteil sichern, sobald sie die Sprach- und Verhaltenscodes der Männer verstehen. In seine Vorträge übersetzt er die Sprache von Männern für Frauen und erklärt auch das »Wieso« hinter den Worten. Denn im Verständnis liegt der Schlüssel des Verstehens und der größtmögliche Hebel für den eigenen Erfolg.

Als Autor von Muttersprache Mann erreicht Jan Schleifer Frauen, die nach einer neuen, einfachen und erfolgreichen Kommunikation und Zusammenarbeit mit Männern suchen.

Bildquellen: 

Yvonnne Schmedemann 

 

Warum es nicht ausreicht, das die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland Frauen sind

Warum es nicht ausreicht, das die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland Frauen sind

In ein paar Tagen ist »Equal Pay Day« (#EPD2016), der Tag, an dem Du als Frau auch endlich das Jahresgehalt eines Mannes aus dem vergangenen Jahr (2015) verdient hast. Hast Du das Verdient? Nein. Bekommst es aber trotzdem. Durchschnittlich bekommen Frauen in Deutschland rund ein Fünftel – genau 22 Prozent – weniger als ihre männlichen Kollegen.

Damit sich das ändert – und Deine Kollegen werden wahrscheinlich argumentieren, dass es gar nicht so sei – brauchst Du ein paar gute Argumente. Die habe ich für Dich zusammengetragen. Hol Dir noch schnell eine Tasse Tee oder Kaffe, denn jetzt gibt’s ein paar trockene Zahlen. Mit denen Du danach auch die »elegantesten« Argumente und Manöver Deiner Kollegen aushebelst 🙂

 

Die Zahl der erwerbstätigen Frauen ist – im Gegensatz zu den männlichen Erwerbstätigen – in den vergangenen 20 Jahren nahezu kontinuierlich gestiegen – und war noch nie zuvor so hoch wie heute. Während Anfang der 1990er Jahre noch weniger als 42 Prozent aller Erwerbstätigen weiblich waren (ca. 16 Millionen erwerbstätige Frauen), sind es 2013 bereits 46,3 Prozent (ca. 19,6 Millionen erwerbstätige Frauen) – zehn Jahre zuvor war es ein Prozentpunkt weniger.

Wo also ist das Problem, wenn mit 46 Prozent, fast die Hälfte der Frauen erwerbstätig ist? Auch hier steckt der Teufel im Detail: Sobald die Arbeitsvolumina, also die gearbeiteten Stunden, in die Betrachtung miteinbezogen werden, verschwindet der schöne Schein der Statistik, die fast nach Fifty-Fifty aussieht: Fast jede zweite erwerbstätige Frau hatte 2013 einen Teilzeitjob, wohingegen nur jeder neunte Mann Teilzeit arbeitete, so das Ergebnis von Karl Brenke in »Wachsende Bedeutung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt«, in DIW Wochenübersicht 5/2015.

Was Du über die kleinen und feinen Unterschiede wissen solltest:

  • Die Hälfte ist nicht immer 50%
  • Es wird leider nicht besser
  • Wer rechnen kann ist klar im Vorteil

Männer arbeiten nicht mehr, aber für mehr

Eine Untersuchung von Stefan Bach, die 2014 vom DIW veröffentlicht wurde, zeigt erstmals eine geschlechtsspezifische Analyse der Einkommensverteilung und der Steuerlastverteilung auf Grundlage der verfügbaren Daten aus der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2007. Nach dieser Untersuchung erzielen Frauen im Durchschnitt nur halb so hohe Einkommen wie Männer (DIW Wochenbericht Nr. 35.2014). Die Untersuchung erfasst insgesamt 54,3 Millionen Erwerbstätige, davon sind 27,5 Millionen Männer und 26,8 Millionen Frauen. Nicht eingerechnet sind Personen und Haushalte, die beispielsweise von niedrigen Alterseinkünften oder staatlichen Transferleistungen leben, sprich Rentnerinnen und Alleinerziehende mit Kindern.

Das Ergebnis: Deutlich mehr Frauen als Männer arbeiten für ein Arbeitseinkommen von bis zu 25.000 Euro im Jahr. Darüber überwiegt der männliche Teil der Erwerbstätigen. Ab einem Bruttoeinkommen von 40.000 Euro gibt es mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen. Bei Bruttoeinkommen von über 75.000 Euro machen die Frauen maximal noch ein Fünftel der Männer aus.

Es wird leider nicht besser

Frauen müssen, um 2015 durchschnittlich so viel zu verdienen wie Männer, bis zum 19 März 2016 weiterarbeiten – also 78 Tage unbezahlt mehr Arbeiten (bis zum Equal Pay Day, zahlen finden sich beim BPW Business and Professional Women Germany e.V). Trotz oder vielleicht auch wegen einer Bundeskanzlerin. Und auch mit einer Verteidigungsministerin haben Frauen in Deutschland diese Schlacht noch lange nicht gewonnen. Der Bundes-Bruttostundenverdienst von Frauen lag 2013 durchschnittlich um 22 % niedriger als der Verdienst der Männer.

Würde der Bruttostundenlohn auf 8,50 € angehoben, könnte der Gender Pay Gap bei konstant gehaltener Beschäftigung um 2,5 Prozentpunkte reduziert werden. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren (Christina Boll, Hendrik Hüning, Julian Leppin, Johannes Puckelwald) der Studie „Potenzielle Auswirkungen des Mindestlohnes auf den Gender Pay Gap in Deutschland – eine Simulationsstudie”. Den Grund dafür sehen sie vor allem in der abgemilderten Ungleichheit am unteren Rand der Einkommensverteilung.

Die Unterschiede fielen in Westdeutschland (und Berlin) mit 23 % deutlich höher aus als im Osten (8 %). Besonders tragisch: Der Verdienstunterschied ist zwischen Frauen und Männern seit 2002 fast konstant geblieben. Natürlich gibt es branchenspezifische Unterschiede, doch in keinem Wirtschaftszweig verdienen Frauen mehr als Männer. Der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Führungspositionen befindet sich 2013 mit 27 Prozent auf etwa gleichem Niveau wie zu Beginn des Beobachtungszeitraums (2001: 29 Prozent).

Das große 1x1

Die Daten des sogenannten unbereinigten Gender Pay Gap sagen jedoch noch nichts darüber aus, ob Frauen für vergleichbare Tätigkeiten schlechter bezahlt werden als Männer. Der bezifferte Unterschied bezieht sich auf den allgemeinen durchschnittlichen Stundenverdienst. Diese sind generell darauf zurückzuführen, dass Männer und Frauen überwiegend in unterschiedlichen Branchen und Berufen tätig sind. Eine weitere Rolle spielt außerdem die „ungleich verteilten Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation“, wie das Handelsblatt (Frauen verdienen ein Fünftel weniger, Handelsblatt vom 16. März 2015) das Statistische Bundesamt zitiert. Wird die Vergleichbarkeit der Tätigkeit als Kriterium in die Untersuchung hinzugezogen, wird vom bereinigten „Gender Pay Gap“ gesprochen.

Die Forschungsdirektorin Christina Boll des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts kommt, ähnlich wie die Personalberatungsgesellschaft Kienbaum, in ihren Untersuchungen zu dem Schluss, dass Frauen die entscheidenden Faktoren selbst beeinflussen können: Berufswahl, Länge des Arbeitstages oder die Frage, ob Führungsjobs übernommen werden (Süddeutsche Zeitung Online; Das arme Geschlecht; 2. Januar 2015). Der bereinigte Gender Pay Gap liege demnach bei rund 7 Prozent. So das Ergebnis eine Studie von Kienbaum, in der detaillierte Gehaltsdaten zu über 8.000 Positionen aus Unternehmen verschiedener Branchen und Größenklassen und der Gehälter von Frauen und Männern, die in den jeweiligen Unternehmen vergleichbare Tätigkeiten ausüben, ausgewertet werden (WiWo Online, Frauen verdienen nicht viel weniger als Männer, 19.03.2015)

Allgemein belaufe sich die Lohnlücke bei vergleichbarer Arbeit und Qualifikation aber in etwa auf ein Drittel des gesamten unbereinigten Gender Pay Gap, teilten die Statistiker mit. Bei der letzten entsprechenden Erhebung 2010 hätten die Frauen in Deutschland bei ansonsten vergleichbaren Bedingungen sieben Prozent pro Stunde brutto weniger verdient als ihre männlichen Kollegen. Demnach sind sie also schon am 26. Januar 2016 mit der zusätzlichen Arbeit fertig.

Gäbe es eine Liga, wäre Deutschland – in Bezug auf Lohngerechtigkeit – vom Abstieg bedroht

Im Vergleich mit den OECD-Ländern schneidet Deutschland sogar besonders schlecht ab, so Patricia Gallego Granados, wissenschaftliche Mitarbeiterin am DIW Berlin: „Nach den Daten für das Jahr 2010 weist Deutschland den drittgrößten Gender Pay Gap nach Japan und Korea auf. (siehe Granados, Patricia Gallego im DIW Interview: Gender Pay Gap: Deutlich höhere Einkommensunterschiede in Westdeutschland)“

Welchen Daten und Statistiken Sie mehr Gewicht geben wollen, sei Ihnen überlassen. Am Ende bleibt, dass Frauen für die gleiche Leistung mindestens 7 Prozent schlechter bezahlt werden. Bei einem durchschnittlichen Jahresgehalt eines Marketingleiters von 118.000 Euro (Vgl. Statista: Durchschnittliche Jahresgehälter in Marketing und Vertrieb im Jahr 2013 pro Jahr sind das 8.260 Euro, die eine Marketingleiterin weniger bekommt. Fast einen Monatslohn. Bei diesen Statistiken wird nicht berücksichtigt, dass Frauen schlicht seltener in die Führungspositionen kommen. Somit ist die Bereinigung des Gender Pay Gap vielleicht nicht ganz so sauber, wie Mann vermuten möchte.

Geschafft! Du bist durch die trockenen Zahlen durch und gut gewappnet für unsinnige Argumentationen und blöde Sprüche! Let’s change it!

Du findest das Interessant? Dann trag dich doch in meine Newsletterliste ein und verpasse nie wieder einen Artikel oder Blogpost. Dieser Artikel ist ein Auszug aus meinem Buch »Muttersprache Mann« mehr zum Buch und eine kostenlose Leseprobe findest Du hier (Link) und das Buch bekommst Du bei Amazon (Link)

Autoreninfos:

Jan Schleifer entschlüsselt die Codes der Kommunikation, der Denk- und Verhaltensmuster von Männern – besonders für Frauen, die in Führung gehen wollen. Aus seiner fast 20-jährigen Praxis als Berater für Kommunikation sowie als Business und Management Coach weiß er, dass Frauen, die erfolgreich sein wollen, sich einen entscheiden Vorteil sichern, sobald sie die Sprach- und Verhaltenscodes der Männer verstehen. In seine Vorträge übersetzt er die Sprache von Männern für Frauen und erklärt auch das »Wieso« hinter den Worten. Denn im Verständnis liegt der Schlüssel des Verstehens und der größtmögliche Hebel für den eigenen Erfolg.

Als Autor von Muttersprache Mann erreicht Jan Schleifer Frauen, die nach einer neuen, einfachen und erfolgreichen Kommunikation und Zusammenarbeit mit Männern suchen.

Bildquellen: 

Yvonnne Schmedemann 

unsplash.com

La vie en rose

Lernen von den Nachbarn?

Gerade von ein paar Urlaubstagen aus Frankreich zurück, will von meinen Beobachtungen berichten. Denn mir sind drei Dinge aufgefallen, die deutlich anders sind als bei uns Germanen. Natürlich habe ich es nicht nur bei eigenen Beobachtungen belassen, sondern gleich ein paar Recherchen angestellt. Hier die drei Auffälligkeiten und mögliche Learnings:

  1. Die äußere Erscheinung 
  2. Die Rolle der Frau
  3. Die Chancen der Frau im Job

Auf den ersten Blick kommen die Französinnen ganz selbstbewusst daher. Abseits der Strände, wo das ganz normale Leben stattfand, wirkten die Französinnen, vom Schulmädchen bis zur Großmutter, im Alltag und im Job deutlich rausgeputzter, als die sachlich orientierten Kolleginnen zwischen Nord- und Bodensee. Ist die Französin zwar laut in der Farbpracht ihres Outfits, aber letztlich vielleicht das Schlusslicht im europäischen Gleichberechtigungs-Ranking?

Anscheinend nein.

3 Schlussfolgerungen aus meinen Beobachtungen und den neuesten Untersuchungen:

1) Frauen in Frankreich lassen sich ihre Weiblichkeit nicht nehmen. Im europäischen Vergleich haben die Französischen Frauen die Gleichberechtigung im Berufsleben am weitesten gebracht, ohne sich dabei in ein maskulines Business-Korsett schnüren zu lassen. 

LEARNING: // Erfolgreiche Frauen kombinieren ihre weiblichen Kompetenzen mit den männlich geltenden Eigenschaften, um erfolgreich im Job zu kommunizieren und die eigenen Ziele zu erreichen.

2) Französinnen verbinden Karriere und Familie ganz selbstverständlich. Von den Frauen zwischen 25-49 Jahren sind über 80% berufstätig. Und mehr als die Hälfte von ihnen ist in Vollzeit beschäftigt. Der Konflikt zwischen Familie und Karriere schein in Frankreich einen Schritt weiter in Richtung Lösung, denn Frankreich hat die höchsten Geburtenraten Europas.

LEARNING: // Es scheint einen Alternative zum aktuellen deutschen Kredo Kind oder Karriere zu geben. Planung und wahre Partnerschaft sind die Grundpfeiler, damit der viel diskutierte Spagat gelingen kann.

3) Auch in Frankreich ist nicht alles rosig: Frauen verdienen nur 88 Cent für jeden Euro, den ein Mann bekommt. Aber immerhin neun Cent mehr als die Kolleginnen in Deutschland.

LEARNING: // Es sind halt auch die Rahmenbedingungen, bei denen unsere Nachbarn im Westen eine Nasenlänge voraus sind. Frauen besetzen in Frankreich schon einige der entscheidenden Posten, wenn es um die Gleichstellung im Job geht. Wer die Regeln ändern will, muss auf der Entscheidungs-Ebene mitspielen.

Was meinen Sie? Taugt die französische Herangehensweise zum Vorbild für Deutschland?

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