Wie Du aus den nervigen Wiederholungen der Kollegen Nutzen schlägst, auch wenn alles gesagt ist.

Wie Du aus den nervigen Wiederholungen der Kollegen Nutzen schlägst, auch wenn alles gesagt ist.

Du kennst das bestimmt, die Diskussion ist im Gange und immer wenn ein Punkt gemacht wird, kommt einer um die Ecke und wiederholt das Gesagte. Manchmal mit eigenen Worten, manchmal sogar fast als Zitat, nur, dass geben sie selten zu. Wiederholungen rauben Zeit und bringen keinen Mehrwert, glaubst Du. Doch Wiederholungen sind per se nicht schlecht, denn sie untermauern ein Argument, eine Idee oder einen Gedanken. Auch wenn Du Deinen Gedanken noch einmal hörst, heißt das nicht, dass alle anderen im Meeting Deinen Gedanken beim ersten Mal verstanden haben.

Frauen haben oft eine recht pragmatische Herangehensweise, die einige grundlegende männliche Kommunikationsmuster außeracht lassen: Position, besonders in der Hierarchie, zu beziehen und sich selbst sichtbar zu machen.

Klar, trotzdem nervt es ziemlich, wenn die Platte einen Sprung hat.

Was Du über Wiederholungen wissen solltest:

  • Der Unterschied: Handelt es sich um eine Wiederholung oder Diebstahl
  • Worum geht’s: Geht es Dir darum gehört zu werden, Wertschätzung für Deinen Gedanken oder bist Du von dem albernen Gehabe genervt
  • Das Gute: Die Vorteile des nervigen Rituals

Mit der Wiederholung bezieht Dein Kollege eine Position im Meeting. Er schlägt sich ggf. einer argumentativen Seite oder Partei zu und verschafft sich Sichtbarkeit innerhalb des Kollegenkreises. In männlich dominierten Hierarchien, übrigens nicht nur dort, ist es nach wie vor wichtig eine Position zu beziehen. Deutlich zu machen, wofür man – und Frau steht. Kaum jemand wird mittel- bis langfristig Erfolg haben, wenn keine eigene Position bezogen wird. Erst wenn die Kollegen und Vorgesetzten wissen, woran sie bei Dir sind, kann Vertrauen aufgebaut werden und wirkliche Verantwortung abgegeben werden.

Das bedeutet natürlich nicht, dass es nicht auch Unternehmen gibt, die eigenen Position wenig schätzen und Ja-Sager bevorzugen. Auch das ist eine Position.

Wiederholen oder gestohlen

Einer der wesentlichen Unterschiede ist, ob Dein Gedanke, Beitrag oder Deine Idee wiederholt wird, die Referenz zu Dir also eindeutig ist und klar wird, oder ob man schlicht versucht Deinen Gedanken zu klauen. Letzteres bedeutet, dass jemand Deine Idee für seine Idee ausgibt und ungeniert allen anderen glauben machen will, er selbst wäre der Urheber. Wie genau Du mit geistigen Diebstahl umgehen solltest werde ich in einem der nächsten Blogposts beschreiben oder Du schnappst Dir einfach mein Buch Muttersprache Mann (LINK).

Sofern es sich »nur« um eine Wiederholung handelt, die das Meeting zwar nicht wirklich voranbringt aber das von Dir Gesagte unterstützt, kannst Du Dich ganz entspannt zurücklehnen. Denn Dein »Song« wurde gerade von einem anderen Radiosender gespielt, was für die Popularität definitiv nicht schlecht ist.

 

Wiederholungen massieren das Gesagte ins Hirn der anderen

Eine Botschaft muss öfter gehört werden, bis sie ankommt. Auch Dein Kollegen und Vorgesetzten müssen Ideen, Meinungen und Argumente häufiger hören, damit sie sitzen. Ansonsten würden Unternehmen nicht Abermillionen ausgeben, um immer wieder die gleiche Botschaft in unsere Ohren zu flüstern. Zugegeben, manchmal ist es ein ziemliches Geschrei.

Selbst, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist, sorgt eine Wiederholung für eine Bestätigung – und Männer mögen Bestätigung ebenso wie Frauen. Auch wenn sie so tun, als ob es nicht so wäre. Außerdem kannst Du die Wiederholung auch als einen Support für betrachten. Sofern es weiterhin Dein bedanke bleibt, der wiederholt wird. Deshalb ist es wichtig zu erkennen, ob es sich um einen Diebstahl handelt oder um eine Wiederholung.

 

Außerdem kommt hinzu, dass sich der »Papagei« im Grunde argumentativ auf Deine Seite schlägt. Und hier hast Du gleich eine gute Gelegenheit einen Punkt zu machen. Bedank Dich für die Unterstützung und freu Dich, dass Herr Ara auch Deiner Meinung ist. Bring das ehrlich zum Ausdruck! Es ist ein Bekenntnis, auch wenn er es noch gar nicht weiß.

Als Anregung: Geh doch einfach mit gutem Beispiel voran und übe Dich darin, immer denjenigen mit Namen zu nennen, den Du selbst zitierst oder wiederholst.

Worum geht es Dir dabei?

Warum nervt Dich die Wiederholung so? Aus meiner Beobachtung gibt es unterschiedliche Gründe, warum es Dich auf die Palme treibt. Einer ist, dass Du das Gefühl hast, Du würdest nicht gehört? Das kann natürlich gut sein. Eine Leserein von Muttersprache Mann, die mich mit Ihrem Feedback auf die Idee für diese Blogpost gebracht hat, berichtete davon, dass in ihrem ehemaligen Unternehmen die Herren Beiträge von Ihr und anderen Kolleginnen schlicht überhört haben.

»Männer Frauenvorschläge in einer Diskussion einfach nicht hören, nicht darauf reagieren und andererseits fünf Minuten später genau den gleichen Vorschlag machen«

Harter Tobak, aber nicht außergewöhnlich. Es gibt Männer und Organisationen, in denen das Rollenbild der Frau derart antiquiert ist, dass ein gleichberechtigter Dialog kaum möglich ist. Hier ist es ohne Support aus höheren Hierarchieebenen für Frauen selten möglich einen Blumentopf zu gewinnen. Um diesen Support zu erlangen Bedarf es einer sehr individuellen Strategie, ein allgemein gültiger Tipp nach dem Motto »Such Dir einen Mentor« hilft wenig weiter.

Mach es einfach. Es hilf meist

Vielleicht fehlt es Dir ja auch schlicht an der Wertschätzung für Deinen Gedanken. Abgreifen ohne Danke zu sagen, auch das kommt häufig vor. Stellt sich die Frage, ist das ein persönliches Problem oder ein systematisches (also die gesamte Organisation betreffend). Im letzten Fall heißt es damit Leben lernen oder weiterziehen. Im ersten Fall könnte ein persönliches Gespräch helfen oder Du optimierst Deine Beiträge dahingehend, dass Du den Nutzen für die Person (also seine Position im Unternehmen) und/oder für das Unternehmen noch stärker herausstellst. Denk dabei immer daran, mach es nicht zu komplex sondern möglichst einfach und für jeden Deppen verständlich ist. Wenn der Nutzen groß ist und Dein Beitrag Deinem Vorgesetzten und dem Unternehmen Vorteile bringt, sollte die Wertschätzung steigen. Wenn nicht, fordere sie ein. Nutze Deine Beiträge für Gehaltsverhandlungen und Feedbackgespräche. Vielen Frauen fällt es schwer, zu zeigen, was sie wert sind. Wenn Dir das auch so geht, versuche die Brücke über »den Wert oder die Werte die Du für das Unternehmen schaffst«.

Es kann natürlich auch einfach sein, dass Dir das albernen Gehabe auf die Nerven geht. In diesem Fall empfehle ich Dir es zu handhaben wie im Zoo. Betrachte das putzige Verhalten, studiere die Muster aber nimm es ebenso wenig persönlich, wie das komische Verhalten der Pinguine.

Dir muss nicht wirklich gefallen, was ich hier schreibe, wenn es Dir trotzdem hilft, würde ich mich riesig freuen. Ebenso wie über Dein Feedback, Deine Anmerkungen und Anregungen. Womit haderst Du in der Kommunikation und Zusammenarbeit mit den männlichen Kollegen?

Und auch für den Fall, dass ich mich Wiederhole: Besorg Dir mein Buch »Muttersprache Mann« (LINK) es hilft.

Autoreninfos:

Jan Schleifer entschlüsselt die Codes der Kommunikation, der Denk- und Verhaltensmuster von Männern – besonders für Frauen, die in Führung gehen wollen. Aus seiner fast 20-jährigen Praxis als Berater für Kommunikation sowie als Business und Management Coach weiß er, dass Frauen, die erfolgreich sein wollen, sich einen entscheiden Vorteil sichern, sobald sie die Sprach- und Verhaltenscodes der Männer verstehen. In seine Vorträge übersetzt er die Sprache von Männern für Frauen und erklärt auch das »Wieso« hinter den Worten. Denn im Verständnis liegt der Schlüssel des Verstehens und der größtmögliche Hebel für den eigenen Erfolg.

Als Autor von Muttersprache Mann erreicht Jan Schleifer Frauen, die nach einer neuen, einfachen und erfolgreichen Kommunikation und Zusammenarbeit mit Männern suchen.

Bildquellen: 

Yvonnne Schmedemann 

Andreas Rønningen

Eigene 

Dem Sommer entgegen

Dem Sommer entgegen

Alles eine Frage der Perspektive

Bald ist wieder Sommer

Ab morgen werden die Tage wieder länger. Und bald ist auch schon wieder Sommer. Ich kann den Sonnenschein schon richtig auf meiner Haut spüren. Wie er bereits früh am Morgen zum Fenster hineinscheint und die Tage wieder lang und warm werden lässt. Magst Du es nicht auch im Sommer vieles draußen an der frischen Luft zu erledigen?
Ich beginne gerne bereits zur frühen Morgenstunde mit der Arbeit und nutze die ersten hellen Augenblicke des Tages. Im Sommer genieße ich es auch immer mittags und abends draußen zu essen und bei einem leckeren Glas Zitronenlimonade oder einem köstliche Rosé in der Abenddämmerung zu entspannen.

Ich denke einfach, dass alles im Leben eine Frage der Perspektive ist, nicht?
Heute ist der 21.Dezember – der kürzeste Tag des Jahres, ich weiß. Wenn ich zum Himmel schaue, kommt mir nichts als Dunkelheit und Kälte entgegen. Jedoch ist heute auch der Beginn der Winterzeit. Der Start in die weiße Jahreszeit. In Norddeutschland sagt man auch, dass Wetter dauert noch ein wenig.

Vielleicht denkst Du auch gerade an Weihnachten. Es sind immerhin nur noch drei Tage bis zum Heiligen Abend. Vielleicht freust Du Dich auf die Feiertage, die gemeinsame Zeit mit Deiner Familie und mit engen Freunden. Vielleicht gruselt Dich aber auch gerade der Gedanke daran.

Eventuell gehörst Du zu den Menschen, die an den 21.Dezember denken und merken, wie schnell das Jahr wieder vergangen ist. Noch 10 Tage und wieder ist das Jahr rum. Freust Du Dich aufs Neue Jahr, mit seinen neuen Herausforderungen und Momenten? Oder grübelst Du darüber, dass Du im alten Jahr noch so viel zu erledigen hast und kannst Dir kaum vorstellen, dass das neue Jahr viel zu bieten hat?

Egal was ist, egal was wird. Wie Du siehst ist alles eine Frage der Perspektive. Ich freue mich auf den bald beginnenden Sommer und wie geht es Dir?

Ist es nicht an der Zeit mal etwas Neues auszuprobieren? Die Perspektive ein wenig zu verändern? – Was wäre, wenn diese kleine Veränderung bereits der entscheidende Fortschritt für Dich wäre?

Ich freue mich über Deinen Kommentar!

Ach ja, und fröhliche Weihnachten 😉

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